Hilfe für Einzelselbständige in der Corona-Krise

So kann ich dich unterstützen

  • Ich habe ein internes „Schwarzes Brett“ eingerichtet, über das ich im Moment direkte und konkrete Unterstützungen ermöglichen kann – zum Beispiel ein Coaching durch die Angst gegen ein Feedback zur Website, oder Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln gegen Illustrationen, oder Stärkung in Gesprächen mit der Bank gegen Text-Lektorat … Melde dich also bitte weiterhin bei mir, wenn du Krisen-Unterstützung brauchst oder bietest.
  • Ich biete zur Zeit regelmäßig kostenlose Videokonferenzen für uns alle, bei denen wir uns und Ressourcen (von Beratung über Ideen bis hin zu Aufträgen) austauschen und uns gegenseitig stärken können. Hier findest du mehr Informationen zu den Wir-sind-nicht-alleine-Telkos.
  • Ich halte im April einen Live Online Kurs zum „Blitzstart zu deinem digitalen Produkt“ – mit einem ungewöhnlichen Preismodell, das dieser Situation angemessen ist.
  • Wenn du zur Akquise neuer Kund:innen deine Website erneuern oder erstellen musst, aber aktuell kein Geld dafür hast: Bitte melde dich bei mir, wir finden unkompliziert eine Lösung, die dir trotzdem eine Website ermöglicht! Von sehr langfristiger Ratenzahlung über den Tausch von Fähigkeiten über ganz andere Ideen – ich bin für vieles offen.
  • Ich biete eine zusätzliche kostenlose Sprechstunde pro Woche an für alle Schnellstart-Kurs-Kund:innen, damit du besonders zügig deine Website online gestellt bekommst.
  • Hier auf der Unterstützungs-Liste sammle ich weiter Hilfen jeder Art. Wenn du einen Link oder eine Idee dafür hast, schicke sie mir gern!

Hier gibt es mehr Unterstützung

Finanzielle Unterstützung

Finanzielle Direkthilfen

  • Die Bundesregierung hat für Solo-Selbstständige, Freelancer, Freiberufler:innen und Kleinstfirmen ein Hilfspaket in Höhe von 50 Milliarden Euro geschnürt. Du kannst für drei Monate 9.000 bis 15.000 Euro erhalten. Das soll unbürokratisch funktionieren - du musst nur eidesstaatlich versichern, dass du durch die Corona-Krise einen Liquiditätsengpass hast. Es wird aber nachträglich geprüft, ob du wirklich von Corona-Auswirkungen betroffen warst. Deshalb, siehe unten: Dokumentiere deine Verdienstausfälle!

    Zu den Details hat der Verband der Gründer und Selbständigen einen eigenen Newsletter eingerichtet, über den du aktuell Informationen zu den Neuerungen und zur Antragsstellung erhältst. Für den Newsletter kannst du dich hier anmelden, dann musst du nur noch im Account-Bereich den Unter-Newsletter „Arbeitsgruppe Grundsicherung“ aktivieren.

    Außerdem hat der VGSD einen Erfahrungsaustausch für Antragssteller:innen eingerichtet. Dort findest du weitere Infos und kannst deine eigenen Erfahrungen mit angeben, damit der Verband zielgerichtet Verbesserungen einfordern kann.
  • Die E-Mail-Software Firma ConvertKit stellt 50.000 $ zur Verfügung, um gestrandeten Solo-Selbständigen („Creators“ in ihren Worten) unkomplizierte Soforthilfe bis zu 500 $ anbieten zu können. Hier kannst du dich darum bewerben.
  • Falls du einen Kredit benötigst, um deine Liquidität zu sichern: Die staatliche Förderbank KfW stellt dafür zur Zeit ein Corona-Sonderprogramm auf die Beine. Dabei werden unter anderem die Bedingungen für bestehende Kredit-Programme verringert und die Risikoübernahmen erhöht.
  • Falls du mindestens eine:n Vollzeit-Mitarbeiter:in hast, kannst du Kurzarbeitergeld beantragen. Dabei übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60% des ausgefallenen Nettolohns, wenn eine Firma ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schickt, außerdem sollen die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden. Kurzarbeitergeld gibt es allerdings nicht für geringfügig Beschäftigte. Hier gibt es mehr Informationen dazu.
  • Falls du einen Honorarausfall durch eine Corona-bedingte Absage einer Veranstaltung und einen sogenannten „Wahrnehmungsvertrag aus der freien Szene“ hast, kannst du über die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 250 Euro beantragen.
  • Mehr Infos zu dem Soforthilfe-Maßnahmenpaket der Bundesregierung findest du in der Stellungnahme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Außerdem hat das Ministerium eine Hotline eingerichtet, wo du deine Situation schildern und Fragen stellen kannst: 030 18615-1515, Montag bis Freitag von 9-17 Uhr.
  • Informationen zu den Hilfeleistungen der einzelnen Bundesländer findest du hier: Baden-Württemberg / Bayern / Berlin / Brandenburg / Bremen / Hamburg / Hessen / Mecklenburg-Vorpommern / Niedersachsen / Nordrhein-Westfalen / Reinland-Pfalz / Sachsen / Sachsen-Anhalt / Schleswig-Holstein / Thüringen

Entschädigungen und längerfristige finanzielle Hilfe

  • Grundsätzlich wichtig: Dokumentiere deine ausgefallenen Verdienste und Veranstaltungen, inklusive Akquisegespräche, Proben etc. Notiere dabei, wer warum nicht erscheinen konnte (zum Beispiel aufgrund von Quarantäne oder Kinderbetreuung), damit du später belegen kannst, dass du Verdiensteinbußen und zusätzliche Kosten hast.
  • Eine wichtige Unterstützung könnte die Herabsetzung von Steuervorzahlungen sein: Du kannst die Einkommensteuer-Vorauszahlungen, die am 10. Juni 2020 fällig werden, zwar nicht komplett aufheben, aber zumindest reduzieren lassen. Dazu kannst du beantragen, dass deine Vorzahlungen an deine gesunkenen Erträge angepasst werden. Parallel dazu solltest du einen „Antrag auf zinslose technische Stundung“ stellen, dann musst du keine Zinsen auf den ursprünglichen Steuerbetrag zahlen, bis der neue Steuerbetrag errechnet wurde. Eine Übersicht darüber findest du bei der IHK in Köln.
  • Außerdem können in schwierigen wirtschaftlichen Lagen die Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer aufgeschoben werden. Dazu gibt es bisher noch keine bundesweiten Regelungen – das solltest du also am besten mit deinem oder deiner Steuerberater:in besprechen oder direkt mit deinem Finanzamt.
  • Falls du Mitglied in der KSK bist: Wenn schon absehbar ist, dass dein Jahreseinkommen niedriger ausfallen wird als erwartet, kannst du es sofort nach unten korrigieren und damit deine monatlichen Beitragszahlungen verringern.
  • Wenn du selber unter Quarantäne gestellt wirst und dadurch deine selbständige Arbeit nicht ausüben kannst, greift das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen. Damit erhältst du eine Entschädigung für deine Verdienstausfälle – eine monatliche Summe, die sich an deinem letzten Jahreseinkommen orientiert.
  • Ob du von deinem oder deiner Auftraggeber:in ein Ausfallhonorar bekommst, hängt natürlich von euren Vertragsbedingungen ab. Falls du in einem Projekt bereits Teilleistungen erbracht hast, hast du zumindest anteilig Anspruch auf das Honorar. Denk daran: Auch mündlich oder per Messenger geschlossene Vereinbarungen sind wirksam! Und achte natürlich beim Abschluss von neuen Verträgen darauf, dass sie sinnvolle Regelungen über Ausfallhonorare enthalten.
  • Falls du aufgrund der aktuellen Lage Hartz IV beantragen musst, findest du hier von eine Rechtsanwalt Tipps für den Hartz IV Antrag – den du so schnell wie möglich stellen solltest – und in diesem Forum weitere Unterstützung für alles rund um den Antrag.

Politische Unterstützung & Gemeinschaft

Emotionale Unterstützung

Technische Unterstützung

Webkonferenz-Software und Datenschutz

In der Hektik der Umstellung auf online Kommunikation dürfen wir natürlich das Thema Datenschutz nicht vergessen. Ich bin selber noch etwas am Austesten, welches Werkzeug ich für welchen Zweck verwenden werde, und  melde mich dann mit einem Update meiner eigenen Erfahrungen wieder. In der Zwischenzeit hier eine kleine Linksammlung zum Thema Datenschutz:

Sonstige Unterstützung

So kannst du andere Menschen unterstützen

  • Frage nach bei den Menschen, von denen du auch sonst Produkte und Dienstleistungen kaufst, wie du sie unterstützen kannst. Kannst du zum Beispiel von deinem Pilates-Lehrer Gutscheine kaufen für Stunden, die später im Jahr stattfinden? So gibst du Menschen die Möglichkeit, in etwas mehr Ruhe digitale Angebote zu erstellen oder die Zeit zu überbrücken, bis sie wieder in Präsenz arbeiten können.
  • Soweit es dir möglich ist: Gib das Geld, das du für Veranstaltungen oder an bestimmten Orten ausgeben wolltest, trotzdem aus. Ich bestelle zum Beispiel jetzt die Bücher, die ich bestimmt auf der Leipziger Buchmesse gekauft hätte, bei meinem Lieblingsbuchladen (der sogar per Fahrrad ausliefert!). Genauso mit allen anderen Sachen: Essen abholen oder liefern lassen statt im Restaurant essen, Merchandise oder digitale Alben statt Konzerte, Kino-Gutscheine statt Kino-Besuch, Bücher statt Lesungen … Und natürlich am besten immer direkt bei dem oder der Produzent:in selber kaufen.
  • Du kannst Kulturretter-Produkte kaufen: Damit unterstützt du direkt Künstler:innen, deren Veranstaltungen abgesagt wurden.
  • Du kannst spenden und „Gabenzäune“ bestücken – vor allem bedürftige Gruppen wie zum Beispiel Obdachlose, Menschen in Armut, Inhaftierte oder Sexarbeiter:innen werden in besonderem Maße von dieser Krise getroffen.
  • Du kannst deinen Nachbar:innen Unterstüzung anbieten, über einen Zettel im Hausflur oder über eine Plattform wie nebenan.de oder nachbarschaft.care

Aktualisiert 18. April – Ich versuche, diese Seite so aktuell wie möglich zu halten. Trage dich gerne für meine Briefe ein, falls ich dich direkt über wichtige Entwicklungen auf dem Laufenden halten soll. Und wie immer gilt bei solchen Themen: Ich habe nach bestem Gewissen und so sorgfältig wie möglich recherchiert, kann aber keinerlei rechtliche Beratung hiermit ersetzen.



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