Weil man sich auf E-Mails auch freuen kann.

E-Mail ist meine liebste Art, digital zu kommunizieren. Mails sind persönlich und direkt und unaufdringlich, mehr Unterhaltung zu zweit als Megafon. Und: jeder kann mailen. Dadurch ergeben sich so schöne und tiefe Dialoge (und dadurch Beziehungen).

Die „Briefe“ sind eine Einladung an dich, an diesem Dialog teilzunehmen. Die Konservenbüchse mit dem Faden dran aufzunehmen und an's Ohr zu halten.

Du glaubst gar nicht, wie sehr mich deine Briefe (die ich sehr liebe!) immer schmunzeln lassen. Ich lese und lese und freue mich über deine wunderbare Sprache, den bezaubernden Rhythmus, die greifbaren Bilder und all die Gedankenfalter, die sich aus ihnen erheben und in die Welt abzischen.Tanja Gellermann

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Ganz kurz will ich dir hier schreiben, dass ich deine so persönlichen Newsletter liebe, deine wahrhaftigen Worte, dein Nah-Sein, dein Dich-Zeigen! Die schönen Fotos von dir und dass du lebst, was du leben möchtest, mit allen Zweifeln und aller Freude!Alexandra Eideloth

Ein paar wichtige Hinweise zu diesem Newsletter:

Was für Inhalte stecken in den Briefen?

Mal ist ein Artikel zu Website- oder Online-Marketing-Themen aus dem Blog drin, oft ist es persönlicher: ein Blick in meinen Alltag als Selbständige und was ich dabei über Sichtbarkeit und nicht-schreierische Selbstdarstellung lerne. Meist sind kleine Details und schöne Links dabei, immer etwas Mutmachendes und eine Zeile eines Gedichts.

Immer wieder mal findest du in den Briefen ein besonderes Angebot oder ein Hinweis auf ein neues Produkt von mir. Denn, wie du dir vermutlich schon denken kannst: Diese Briefe sind natürlich auch Werbemittel für mich. Aber eben eines, das mir unglaublich viel Freude macht (und, nach den Reaktionen, die ich erhalte, vielen Leserinnen auch), weil ich darin ich selber sein kann und nicht das Gefühl habe, ich müsste auf einem lauten Marktplatz mir die Seele aus dem Leib brüllen.

Weiter unten findest du einen Beispiel-Brief.

Für wen schreibst du die Briefe?

Besonders interessant sind meine Briefe für selbständige Einzelunternehmerinnen und Menschen, die das noch werden wollen. Ich mische praktische Themen für Fortgeschrittene und Anfänger mit offenen Erzählungen aus meinen eigenen Versuchen, Sinn und Kunst und Geldverdienen unter einen Hut zu bekommen, so dass auf jeden Fall etwas für dich dabei ist – egal wie „weit“ du mit deiner Selbständigkeit schon bist.

Wie oft kommen die Briefe?

Ich schreibe etwa alle zwei Wochen einen Brief, halte mich aber nicht ganz so streng daran – in manchen Phasen kommen sie monatlich, wenn viel passiert, dann auch mal einer in der Woche. Aber das ist selten!

Mit was für einem Werkzeug verschickst du die Briefe?

Ich verschicke die Newsletter mit dem US-amerikanischen Anbieter „ConvertKit“, bei dem auch die E-Mail-Adressen und weitere Informationen zum Versand und zur Analyse der Newsletter gespeichert werden. Das bedeutet, dass deine Daten auf Servern in den USA verarbeitet werden. Genaueres dazu kannst du hier in meinen Datenschutz-Hinweisen lesen.

Double-Opt-In und jederzeit mögliche Abmeldung

Du erhältst bei der Anmeldung eine sogenannte Double-Opt-In-E-Mail, in der du deine Anmeldung bestätigst (damit ich sicher weiß, dass auch wirklich du die Briefe erhalten willst). Den Empfang der Briefe kannst du jederzeit stoppen – einen Abmeldelink dafür findest du ganz unten in jedem Newsletter.

Statistiken und Erfolgsmessung

Damit ich dir auch wirklich relevante und spannende Inhalte schicke, werte ich meine verschickten Newsletter aus. Wenn du den Newsletter bestellst, willigst du also gleichzeitig in diese Auswertung ein, mit der ich messe, wie häufig der Newsletter geöffnet wird und auf welche Links meine Leser*innen klicken.

Datenschutzhinweise

Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und den Statistiken, und natürlich zu deinen Widerrufsmöglichkeiten, kannst du hier in meinen Datenschutz-Hinweisen lesen.

Ich lese gerade Deine Briefe und finde sie (und Dich) einfach genial. Du benutzt einfache, normale Worte, die ins Herz gehen. Du erzählst Geschichten, die mit dem Thema inspirierend verbunden sind. Storytelling-Kunst hoch zwei.Agnieszka Spizewska

Ein Briefbeispiel:

Vom Nutzen unserer Spielräume.

Dieses Mal ein etwas anderer Brief, während ich mich von den wilden Launch-Wochen erhole, meine neuen Kurs-Kund*innen begrüße und versuche, die letzten Fitzel Sommer in diesen ersten Herbsttagen noch einzufangen.

Wir sind Selbständige und Gründer*innen. Unser Tun ist quasi dadurch definiert, dass wir deutlich mehr Gestaltungsspielräume haben als die meisten Angestellten.

Du kannst entscheiden, mit welchen Kund*innen du arbeiten möchtest. Was für eine Aus- oder Weiterbildung du machst. Wie du deine Räume einrichtest. Was für einen Preis du verlangst. Ob du auf Social Media nur deine Highlights zeigst oder auch das echte Leben. Ob die Baumwolle, die du verwendest, bio-zertifiziert ist, ob die Spielzeuge, die du entwirfst, gender-neutral sind. Wann du Feierabend machst, wann du dir Erholung gönnst, wann du dir Zeit für Familie und Freunde nimmst. Wie du dich auf deiner Website zeigst, ob du Brüche zulässt, ob du selber Perfektion benötigst.

Ich kann entscheiden, wie lange ich welches Sonderangebot anbiete. Ich kann entscheiden, wie viele Mails ich dir hintereinander schicke. Ich kann entscheiden, ob ich dir die Möglichkeit gebe, dich aus meinen Launch-Mails auszutragen und die anderen weiterhin zu erhalten. Ich kann entscheiden, wie viel Druck ich dir durch meinen Tonfall mache. Ich kann entscheiden, ob ich meine Newsletter-Abonnent*innen wie Zahlen betrachte oder wie Menschen behandle.

Ich will und werde nicht so tun, als seien das Entscheidungen, für die ich nichts kann. Für die Mails, die ich dir in den letzten Wochen geschickt habe, für den gesamten Ablauf, habe ich mich natürlich bewusst entschieden.

Ich habe es nicht perfekt gemacht – weder perfekt im Sinne vom „Online-Marketing-Handbuch“, denn ich hätte bestimmt noch mehr Verkäufe „rausquetschen“ können, noch perfekt aus meinem eigenen kritischen Blick heraus, denn ich hätte bestimmt manchen Menschen noch etwas mehr Zeit zum Entscheiden geben sollen, manche Sachverhalte noch differenzierter ausdrücken können.

Trotzdem habe ich meine Entscheidungen so bewusst und liebevoll und sorgfältig wie möglich getroffen.

Ich will extrem behutsam mit Druck umgehen. Klar ist das bereits ein Druck, wenn ich eine Deadline setze oder bekannt gebe, dass ich vermutlich irgendwann demnächste keine unbegrenzten Sprechstunden mehr anbieten kann.

Aber: Ich will nicht über Druck und Angstmachen verkaufen, ich will keine Kund*innen, die sich für meinen Kurs entscheiden, weil sie panisch werden und Sorge haben, etwas zu verpassen. Ich will Kund*innen, die wissen, was sie von mir wollen und ob ich ihnen das geben kann. Ich will über Stärkung verkaufen, darüber, dass ich jemandem Mut mache, das Thema Website anzugehen.

So habe ich meine Mails geschrieben, so habe ich meinen Launch aufgebaut, so habe ich jeden Nachmittag mit interessierten Menschen telefoniert, die noch Fragen zum Kurs hatten und rausfinden wollten, ob das etwas für sie ist.

Ich weiß, wann für mich genug ist. Natürlich ist ein Teil in mir neugierig, wüsste gerne, ob man das noch auf die Spitze hätte treiben könnte. Aber es wird zu viel auf die Spitze getrieben derzeit, und ich will da nicht mitmachen.

Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht: Unsere Arbeit ist politisch.

Beinah jede Entscheidung, die ich in meiner Selbständigkeit treffe, hat direkt mit anderen Menschen zu tun und ist damit ein Modell dafür, in was für einer Welt ich leben will.

Denn, siehe oben: Wir haben diesen Gestaltungsspielraum. Wir gestalten unsere Arbeit so, wie wir uns die Welt wünschen. Wir als Selbständige schaffen selber Strukturen. Und genau deshalb ist unsere Arbeit politisch.

Dieser Aspekt hat in den letzten tumultigen Wochen natürlich nochmal schwer an Bedeutung gewonnen.

Eine Freundin von mir sagte kürzlich, dass sie zur Zeit am liebsten einen anderen Job wählen würde, etwas, wo sie wirklich etwas bewegen kann, wo sie Geflohene integriert oder Ältere pflegt oder Demos organisiert. Was bestimmt sehr nützlich wäre.

Noch nützlicher fände ich es aber, wenn wir alle unseren Spielraum nutzen würden.

Denn noch haben wir ihn.

Wenn wir unsere Verantwortung wahrnehmen und in den Bereichen, über die wir schon die Kontrolle haben, ehrbar und ehrlich und sinnvoll und empathisch und liebevoll handeln würden.

Wir sind mehr, und wir können etwas verändern.

Ich bin zu dem riesigen #wirsindmehr Protestkonzert nach Chemnitz gefahren, obwohl ich Massenveranstaltungen grundsätzlich meide und ich Angst hatte, dass die Polizei die Lage nicht im Griff hat. Ich gehe am 13. Oktober zur #unteilbar-Demo in Berlin. Ich unterstütze die antirassistischen Organisationen hier in Leipzig. Egal wie hochsensibel und introvertiert ich bin, jetzt ist die Zeit, um sich hinzustellen und zu sagen „Hier gehöre ich hin“.

Dieses Aufstehen ist auch Teil meiner Arbeit.

Teil meiner Arbeit als Mensch, als Künstlerin, als Selbständige, denn die demokratische und freiheitliche Grundordnung dieses Landes ist die Basis meiner alltäglichen Freiheit, sie gibt mir die Gestaltungsräume, die ich nutze und weiterhin nutzen will. Ich will hier leben und ich will hier friedlich und offen miteinander leben, also muss ich wohl was tun.

Zusammengefasst lerne ich zur Zeit immer mehr und immer wieder:

Wir können und müssen uns trauen, unsere Werte zu zeigen und sie zu verteidigen.

Wir dürfen nicht beim Aufklappen unserer Computer, beim Anlegen unserer Gelderwerbsidentität, unsere Haltung ablegen.

Wir können so arbeiten und auch online so agieren, dass wir uns immer noch wirklich in die Augen schauen können, und wir können trotzdem davon leben.

Und: Wir haben Spielräume, die wir dringend nutzen müssen.

Ricarda

  diese welt ist
wursel pursel
und ist es nicht geworden
und ist sie nicht mehr
wursel pursel
dann bin ich
gestorben
– Christopher Ecker


Möchtest du solche Briefe etwa alle zwei Wochen erhalten? Dann melde dich hier an! Details zum Versand findest du weiter oben.

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