Mini-Tipp: Cookies in Squarespace ausschalten

Einige haben es bestimmt schon mitbekommen: Seit ein paar Wochen hat der Europäische Gerichtshof eindeutig beschlossen, dass Cookies auf Websites nur mit eindeutiger Einwilligung der Nutzer:innen erlaubt sind. Dabei ist einiges noch unklar und vieles kompliziert, wie dieser detaillierte Artikel des Rechtanwalts Dr. Schwenke beleuchtet.

Anlässlich dieser Entscheidung will ich dir in diesem Mini-Tipp kurz den Hintergrund der Neuerung erläutern und zeigen, wie du die Cookies, die Squarespace setzt, ausschaltest. Wenn du keine weitere Software auf deiner Website eingebunden hast, die ihrerseits Cookies setzt, dürftest du damit „auf der sicheren Seite“ sein. (Hier geht’s direkt zur Anleitung.)

Wie bei allen Rechtsthemen gilt natürlich auch hier, dass ich keine Rechtsberatung gebe und du im Zweifel eine Person vom Fach aufsuchen solltest, da ich keine Detailberatung zu diesen Themen geben kann und werde.

Worum geht es in dem Cookie-Banner-Urteil überhaupt?

Vereinfacht gesagt geht es in diesem Urteil um die kleinen Dateien, die Websites setzen, um bestimmte Funktionen anzubieten (zum Beispiel einen Warenkorb in einem Online-Shop) oder um Informationen über die Nutzer:innen zu sammeln. Bisher hatten viele Websites einen eingeblendeten Banner, der in etwa sagte: „Wenn du diese Seite weiter nutzt, bist du einverstanden mit unseren Cookies.“ Das konnte man dann schwuppdiwupp wegklicken.

Diese Art von Banner habe ich schon immer für Schwachsinn gehalten, denn darin wird ja weder aufgeklärt darüber, welche Cookies hier zu welchem Zweck gesetzt werden, noch hat man als Nutzerin die Wahl, welche man akzeptieren möchte, wenn überhaupt welche. Dazu kommt, dass diese Banner nur nerven und die meisten Menschen sie gedankenlos wegklicken.

Das neue Urteil vom EuGH sieht das ähnlich und fordert jetzt, dass diese Banner deutlich detaillierter werden. Sprich: Dass die einzelnen Arten von Cookies einzeln ausgewählt werden können, und dass diese Entscheidung nachträglich veränderbar ist.

Das klingt aufwändig! Wie soll ich damit umgehen?

Das ist auch aufwändig! Mein Ziel ist es weiterhin, gar keinen Cookie Banner zu brauchen. Das bedeutet: Ich versuche Websites zu bauen, die keine Cookies setzen – zumindest keine Marketing-Cookies, die individuelle Informationen über die Nutzer:innen sammeln.

Das entspricht insgesamt der Art und Weise, wie ich online arbeite: Ich hänge mich nicht an Zahlen auf, ich baue keine komplizierten Social-Media-Funnel-Tracking-Sonstwas-Geflechte auf, ich schalte keine Werbeanzeigen. Ich kann damit umgehen, dass die Statistiken, die ich erfasse, unscharf sind.

Und in meiner jahrelangen Erfahrung können das die meisten meiner Kund:innen auch.

Speziell Menschen, die in der Gründung sind und ihre erste Website online gestellt haben, brauchen meist gar keine Statistiken. Zum einen weil die Anzahl der Besucher:innen am Anfang sowieso meist noch recht klein ist, also statistisch gar nicht aussagekräftig. Zum anderen, weil die meisten Selbständigen mit diesen Zahlen, speziell am Anfang, noch gar nicht so viel anfangen können. Relevante Zahlen sind in dieser Phase eher so Sachen wie: Anzahl der Kontaktaufnahmen über die Website, Anzahl der gewonnenen Aufträge oder Neu-Kund:innen, Anzahl der Newsletter-Abonnenten und so weiter.

Wie ist die Cookie-und-Banner-Situation bei Squarespace?

Squarespace setzt vor allem Cookies, um Statistiken für die Seite zu erfassen – diese Squarespace-Statistiken empfehle ich allerdings sowieso nicht, weil aus meiner Sicht nicht klar ist, ob die den DSGVO-Maßgaben entsprechen. Ich empfehle deshalb, diese Cookies bei Squarespace einfach zu deaktivieren (siehe hier), dann benötigst du auch keinen Cookie-Banner.

Wenn du doch Statistiken erfassen möchtest, empfehle ich dafür Google Analytics, allerdings in der gemäß DSGVO angepassten Variante. (Achtung: Um Google Analytics korrekt einzubinden, benötigst du die Business-Variante von Squarespace.)

In dem Fall, oder wenn du andere Software mit Cookies einsetzt, brauchst du natürlich einen Cookie-Banner. Der Cookie-Banner von Squarespace entspricht allerdings noch nicht den aktuellen EuGH-Anforderungen, deshalb müsstest du den Banner eines Drittanbieters einbinden, zum Beispiel diesen hier von Cookie Pro.

So schaltest du die Squarespace-Cookies aus:

Um in Squarespace die Cookies auszuschalten, klickst du auf Home > Einstellungen > Cookies & Besucherdaten. Hier wählst du aus, dass du die „Cookies von Squarespace Analytics deaktivieren“ möchtest und entfernst das Häkchen bei „Aktivitätsprotokoll aktivieren“. Das sieht dann so aus:

Cookies ausschalten in Squarespace

Danach kannst du in deine Datenschutzerklärung in den Abschnitt über Cookies einen Text einsetzen, der in etwa Folgendes sagt: „Diese Seite setzt nur die Cookies, die unabdingbar sind für den Betrieb dieser Website. Ich erfasse keine Statistiken über Website-Besucher:innen.

Und das war es dann schon!

PS. Um den ganzen IIIh-Faktor wieder auszutarieren, bekommst du hier mein absolutes Lieblingsrezept für Chocolate Chip Cookies, inklusive lustiger kleiner Anekdote :)


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