Warum mehr reden eine bessere Website macht.

Heute mal wieder mit: Websites. Denn ich verbringe schließlich einen auffallend großen Teil meiner Zeit damit, mit anderen Leuten über ihre (bereits vorhandenen oder noch gärenden) Websites zu reden.

Dabei stelle ich immer wieder fest, wie erstaunlich irrational dieses ganze Website-Business eigentlich ist. (Lies: warum nicht mehr Web-Designer sich psychologische Zusatzqualifikationen aneignen.)

Ja, eine Website hat eine technische Komponente. Die ist schon gruslig genug.

Da sehen mich dann alle

Aber in erster Linie hat sie eine öffentliche Komponente. Eine da-sehen-mich-dann-alle-Komponente. Eine ich-lege-mich-fest-Komponente. Was denken die Nachbarn, die anderen Kindergarten-Mütter, die von der IHK, die früheren Kollegen, der Ex-Freund, die von der Bank? Wie findet mein Partner die Seite — also mich auf meiner Seite? Lachen mich meine Freundinnen aus?

Diese Fragen verwirren die eigene Kompassnadel. Denn eigentlich ist dir ja klar, wo du hinwillst — zumindest im ersten Schritt: Du willst eine ruhige, klare Website ohne viel Schickschnack, auf der man sofort erkennt, wer du bist und was du anbietest. Und du weißt natürlich, dass du diese Website nicht für deine Nachbarn schreibst. Sondern für deine Kunden.

Weißt du noch? Das sind diese magischen Wesen, denen du helfen kannst. Die von dir Klarheit und Führung erwarten.

Das sind die, die dir schon sagen werden, wenn sie deine Website nicht verstehen. Oder wenn du in echt viel lebendiger und unkonventioneller rüberkommst. Oder wenn sie deine Kompetenzen auf deiner Seite gar nicht finden, oder noch schlimmer: dein Kontaktformular.

Für diese Erkenntnisse braucht es Gespräche. Mit genau diesen Kunden-Menschen. Nicht mit der früheren Kollegin, die immer total nett ist aber tief innen drin neidisch ist, dass du dich aus der Abteilung gelöst und dich selbständig gemacht hast.

Rede mit deinen Kunden. Rede mit deinen Kunden. Rede mit potenziellen Kunden.

Ich werde nicht müde, das in jedem Workshop und jedem Seminar zu betonen: Das Beste, was du für deine Website — für dein komplettes Marketing, vermutlich für dein komplettes Business — machen kannst, sind echte Gespräche mit lebendigen Menschen, die so nah dran sind an deinem Lieblingskunden wie möglich.

Mehr Geheimnis für eine gute Website habe ich nicht. Das ist nicht sexy, das ist keine technische Meisterleistung, das ist kein Marketing-Gimmick. Das braucht Geduld und ruhige Aufmerksamkeit (und das wiederum ist den meisten zu viel Arbeit).

Es ist langweilig und altmodisch und unheimlich wirksam: Je mehr du mit deinen Leuten in echt redest, und je mehr du dabei deine Formulierungen und deren Reaktionen beobachtest, desto besser wirst du diesen Dialog in seiner glücklichsten Form auf deiner Website modellieren können.

Und dann werden dich deine Kunden auf deiner Website verstehen, und noch viel mehr von dir kaufen wollen, und dann ist es auf einmal wunderschön gleichgültig, dass die Nachbarin das Rot auf deiner Seite einen Tick zu „beißend“ fand ...




Melde dich hier an für weitere Artikel, Briefe und besondere Angebote im (etwa) 2-Wochen-Takt:


Ich nutze für den Versand dieser Mails den Anbieter „ConvertKit“, der deine Daten auf Servern in den USA verarbeitet. Weitere Details dazu, sowie Hinweise zu der von der Einwilligung mitumfassten Erfolgsmessung, der Protokollierung der Anmeldung und deinen Widerrufsrechten kannst du hier in meinen Datenschutz-Hinweisen lesen. Abmelden kannst du dich jederzeit mit einem Klick.