Der Kopfloses-Huhn-Modus

Kennst du den KHM? Das ist der von mir hochwissenschaftlich so benannte „Kopfloses-Huhn-Modus“.

Der fühlt sich etwa so an:

Der Kopflose-Huhn-Modus

Und klingt etwa so: „Ok, ich fang jetzt mal an mit dem neuen Text für meine Über-Mich-Seite. Uuuh, das ist aber schwer. Ui, jetzt hab ich 'ne Mail gekriegt! Antworte ich lieber kurz. Ach herrje, hier ist ja noch die Einladung zu diesem Netzwerktreffen. Schau ich mal, ob ich Zeit hab. Oh, gleich ruft die Interessentin von gestern an, muss ich so'n Akquise-Gespräch eigentlich vorbereiten? Da hat doch die Anja gestern auf Facebook was zu gepostet, irgend so'n schlauen Artikel, schau ich gleich mal an. Krass, wie oft die alle posten! Und wie viele Fans die haben! Kann man die kaufen? Ich bräucht nur 'n paar mehr Leser im Newsletter, dann könnten die mich doch alle liken …“

Das ist der typische Dauerzustand von gefühlten 90% aller Solo-Selbständigen.

Und einer der frustigsten möglichen Zustände, denn man hat den ganzen Tag lang Herzklopfen und keinerlei Zeit, und hat am Abend trotzdem nichts geschafft.

Natürlich gibt es Lösungen dafür. Systeme und To-Do-Listen und Apps und Ansätze. Was mir am meisten hilft, sind aber die ganz simplen Lösungen. Haltungen, die ich begreife und verinnerliche und die dann nach und nach mein Handeln im Alltag prägen. Die ich (wie so oft) aufschreibe, um selber nicht zu vergessen, dass es einfache Lösungen gibt.

Wie entscheidest du, Tag um Tag um Tag, was du wann machst?

1. Als allererstes sind die Sachen dran, die „nah am Geld“ sind.

Nicht nur, weil es großartig ist, Geld zu verdienen und dieses Geld deine Unternehmung und dich lebendig erhält. Sondern (und das ist noch wichtiger, weil es noch mehr Ebenen umfasst): nah am Geld bedeutet auch nah an deinem Kunden.

Da bist du ganz nah dran an dessen Bedürfnissen und Wünschen – denn um Geld zu verdienen, musst du dich immer und immer wieder fragen: Was braucht jemand wirklich? Wie kann ich etwas machen, was wirklich hilft, beiträgt, verändert?

Damit bist du automatisch aus der Eigensuppe („Aber das wäre so schön, dasunddas zu machen, jenes würde so gut passen, das macht mir Angst und daran zweifle ich …“) raus und hast einen Blick von Außen.

2. Dann kommen die sogenannten „low hanging fruit“.

Also die Früchte, die an den unteren Zweigen des Baums hängen, und die ich ohne Leiter, einfach so nebenbei, pflücken kann.

Das bedeutet, auf deine geschäftlichen Arbeitsabläufe übersetzt: Hier geht es darum, Kleinigkeiten zu verbessern, die große Auswirkungen haben. Also all diese kleinen, minimalen Veränderungen, Erweiterungen, Verbesserungen, die du ohne viel Aufwand machen kannst und die dir mehr Kunden oder mehr Zeit heranzaubern.

Zum Beispiel die Texte auf der Website so anzupassen, dass sie deinen Wunschkunden viel direkter ansprechen, oder dir Vorlagen für E-Mail-Anfragen zu erstellen, die du immer wieder verwenden kannst, oder ein Info-PDF für deine Erstkunden zusammenzustellen.

3. Immer: Wie ein wildes Hühnchen (mit Kopf oder ohne) deine Zeit respektieren und verteidigen.

Je klarer dir wird, dass deine Zeit etwas wert ist, dass du 24 Stunden am Tag hast und die verrinnen, dass du mit jeder Minute was anfangen kannst oder auch nicht, desto weniger brauchst du irgendeine andere Entscheidungsmatrix.

Anders gesagt: Wenn du deine eigene Sterblichkeit verinnerlichst, brauchst du kein Produktivitätssystem.

Oder, mit Seneca gesagt: Das Leben ist lang, wenn man es recht zu brauchen weiß.

So, und wenn du jetzt noch einen Schritt vorher hängst – („Kiel, das ist ja alle schön und gut, aber ich weiß doch noch gar nicht, wo ich hin will und was mir Geld machen könnte und wie ich am besten diese kurze Zeit hier auf Erden einsetze!“) – dann habe ich da was für dich. Und zwar einen kostenlosen Mini-Kurs mit vier kleinen Übungen, mit deren Hilfe du weißt, in welche Richtung du marschierst.

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Auf mehr Ruhe & Klarheit in deinem Alltag, und weniger aufgeregtes Hühnchen.




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