Mehr Leicht durch mehr Ernst.

(Mehr Fragen als Antworten)

Wie ist das nun mit der Leichtigkeit und der Arbeit?

Wollen wir, dass unsere Arbeit sich leicht anfühlt? Also – so wirklich? Oder muss es schwer und anstrengend und schweißtreibend sein, damit wir richtig auf uns stolz sein können und das Gefühl haben, unser Geld und unseren Erfolg wirklich verdient zu haben?

(Und wenn es dann so richtig anstrengend war – können wir stolz sein, oder sind wir dann einfach nur müde?)

Haben wir Vorbilder um uns, denen ihre Arbeit leicht fällt und die das zulassen und feiern?

Wie wäre das Arbeiten für dich, wenn es ganz leicht wäre? Wenn du keine Aufgabenliste bräuchtest, weil du einfach glücklich bist, dein wichtigstes-Ding-für-den-Tag ein wenig weiterzutreiben?

Ich bin langsam da.

Manchmal da. An dem Punkt, an dem es fließt und geht und ich nicht den ganzen Tag zweifelnd oder knirschend verbringe. An dem ich abends fühle: Das war gut, und ich habe genug getan. An dem ich mich traue, die Fähigkeiten, die mir zufliegen, ernst zu nehmen.

Aber, ganz ehrlich? Ich traue mich kaum, das laut zu sagen. Weil wenn es so leicht geht, dann schummele ich doch bestimmt, dann kann das sicher jeder. Oder es ist eine Täuschung, und nächste Woche ist wieder alles ganz zäh … Diesen Quatsch will ich abschütteln.

Meine Leichtigkeit klingt so: Ich habe mir gute Gefäße gebaut und da gieße ich mich hinein.

Die Gefäße sind meine Websites und meine Online-Kurse. Das Gießen ist das Verständlich-Machen von Technologie und das Schreiben über das Präsent-Sein im Internet. Beides macht mich glücklich.

Was fällt dir leicht?

Was sind die Sachen, die dir so leicht fallen, dass du sie nicht ernst nimmst - und nicht wahrnimmst, wie schwer sie anderen fallen?

Das sind genau die Sachen, die du machen darfst. Ernst nehmen und machen solltest. Die dir nicht anstrengend sind und deren Erfolg du trotzdem voll und ganz verdienst.

Wie würde es sich anfühlen, wenn du viel mehr solcher Sachen machen würdest?

Und falls das eine etwas zu dicke Frage für den Moment ist, hier Alternativfragen für mehr Leicht durch mehr Ernst:

  • Wäre dein (geschäftliches) Leben leichter, wenn du schwerpunktmäßig anderen das Leben leichter machen würdest?
  • Wenn du die Sorgen und Freuden deiner Kunden ernster als deine eigenen nehmen würdest?
  • Wie würde sich das auswirken, wenn das dein einziges Ja-oder-Nein-Kriterium in deinem Geschäft wäre?
  • Wärst du klarer und dadurch automatisch leichter?
  • Wie wäre dein Alltag ohne To-Do-Liste?
  • Was für eine Klarheit bräuchtest du, um auf eine solche Liste verzichten zu können?
  • Könntest du dich einen einzigen Tag lang ausschließlich von dem leiten lassen, was dich mit Freude und Erregung erfüllt?
  • Wie würde es sich anfühlen, wenn es dir schlichtweg egal wäre, ob du Recht hast oder nicht?
  • Wenn du den Impuls, Recht behalten zu wollen, durch den Impuls, jedes Wort ernst zu meinen, ersetzen würdest?
  • So ernst, dass du deine Website deiner Lieblingskundin, deinem Partner, deiner besten Freundin und deinen Kindern vorlesen kannst, ohne dass du rot wirst?

Tief innendrin: Ja, so fühle ich. Ja, ich höre dich. Ja, ich kenne dich. Ja, das geht leicht.


[Dieser Artikel ist ein Beitrag zur mutmacherischen Parade der Leichtigkeit – die mich darauf brachte, dass ich und warum ich noch nie über diese schöne neue Leichtigkeit geschrieben habe.]




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